Schlecht geplante Laubbläsereinsätze 

Es ist Anfang Mai und es regnet in Strömen.

«Das Projekt Laubbläsereinsatz wurde im Herbst angestoßen. Damals war überall Laub und regnete es noch nicht. Also haben wir dann zeitnah ein Projekt mit zwei Laubbläser angestoßen», erklärt der Projektleiter auf Nachfrage.

«Wenn ich das Foto das Ja stimmt, unglücklich gelaufen, wenn ich das Foto jetzt so sehe. Müssen wir im nächsten Jahr anders angehen. Ich denke, das macht dann der Georg. Der ist gut im proaktiven Planen und kennt sich auch beim Wetter ganz gut aus. Ich mach mir am besten  gleich mal ’ne Notiz».

Frauke meint ja, man solle statt Georg doch lieber eine Frau mit solchen Planungsaufgaben betrauen. Frauke ist Gleichstellungsbeauftragte.

Der Alte Sack denkt darüber nach, ob das etwas geändert hätte. Zur besonderen Kompetenz von Frauen bei Laubbläsereinsätzen äußert er sich erst, wenn Experten Ergebnisse entsprechender Studien vorlegen.

Evidenzbasierte Entscheidungen sind nämlich das A & O. Und wenn keine Daten vorhanden seien, meint Frauke, müsse man sie durch Haltung ersetzen.

Und die Menschen? «Die Laubbläser müssen nicht ausgetauscht werden», meint Frauke. «Die können ja nichts dafür». «Die müssen aber ertragen, von allen mitleidig angeguckt zu werden. Weil die Wirklichkeit für manche Entscheider gar kein Kriterium ist» meint der empathische Werner. Frauke wirkt jetzt leicht genervt: «Dafür kriegen Laubbläser ja schließlich den erhöhten Mindestlohn».

Wie immer, denkt sich der Alte Sack. Am Ende gibt es nur Gewinner.

 

Alles sollte so bleiben, wie es ist

DAS